Kolumne // Februar 2019

Liebe·r Besucher·in,

diese Site wird gleichzeitig zu meinem Austieg aus Facebook gelauncht, als Versuch auf einer anderen Art und Weise mit der Außenwelt digital zu kommunizieren.

Als Dashboard ist cayla.de mein Sprungbrett in den Alltag. Deshalb sind hier viele Links und Feeds, eingebettete Inhalte zu finden, die mich persönlich und beruflich interessieren, die ich regelmäßig brauche oder mir einfach gefallen. Vielleicht helfen Tricks und Tipps einigen von Euch weiter, die sich auch gerne mit Grafik, Webdesign, Musik, Frankreich, Politik, Gesellschaft und Transformation auseinandersetzen…

Flaschenposts

Gelegentlich komme ich dazu, einen Aufsatz zu schreiben, den ich als „Flaschenpost“ bezeichne. Diese Artikel können Statements sein, sollen aber primär als an mich, an euch, an die Welt gestellte Fragen verstanden werden. Ihr seid herzlich dazu eingeladen, meine Positionen zu diskutieren, zu ergänzen oder zu widerlegen.

Letzte Flaschenposts
  • Gelbwesten

    12. Januar 2019

    gilets_jaunes_commercy

    Ich habe bis jetzt aus meinem weiten Berlin die Gelbwesten-Bewegung mit großer Distanz betrachtet. Dazu halfen mir meine kritische Medien-Landschaft und meine klassisch politische Weltanschauung gewiss. Gestern hat Mediapart über die Gelbwesten von Commercy und ihre Initiative in Richtung direkte Demokratie berichtet. Ich habe mir den „2. Aufruf“ aus dieser 5000-Einwohner-Stadt mehrmals angeschaut. Die Klarheit ...

  • Für eine deutsche Kollapsologie

    5. Januar 2019

    Bügeleisen und Powerbanks auf dem Schöneberger Flohmarkt, CC-BY-SA 4.0, Renaud Cayla 2019

    Im französischsprachigen Raum blüht die Collapsologie. Die „fächerübergreifende Forschung über den Zusammenbruch der thermo-industriellen Zivilisation“ bleibt im deutschsprachigen Raum verkannt. Die Akzeptanz des Untergangs eröffnet Perspektiven zwischen Hollywood-Dystopie und Techno-Utopie. “Wie alles zusammenbrechen kann — kleines Collapsologie-Handbuch für gegenwärtige Generationen”, so lautet das Referenzbuch, ein unauffälliges Softcover, das sich 45.000 Mal verkaufte . Der ausführlich ...

  • Auf Wiedersehen, Facebook!

    25. Dezember 2018

    Au revoir Facebook

    „Warum“ fragte eigentlich niemand unter den Leuten, die meine Verabschiedung von Facebook auf Facebook in der Informationsflut mitbekommen haben. Jeder scheint es zu verstehen. Einige fragten „wie?“. Gerade weil wir, was den Einsatz neuer Technologie angeht, über gewisse Entscheidungsfreiheiten verfügen, sollten wir darüber Bescheid wissen, was passiert, und uns zu einer Entscheidung durchringen, ehe die ...

Die Welt verstehen

In dieser etwas pompösen genannten Rubrik schreibe ich so einfach und bescheiden wie möglich „kognitive Tutorials“ über Dinge, die ich erst jetzt – in meinem reifen Alter – erfahre bzw. von denen ich bewusst werde. Diese Realitäten zu wissen, halte ich für wichtig und ich habe festgestellt, dass sie zu selten klar vermittelt werden. Dort werden Behauptungen aus Zahlen, Begriffen und Argumentationen gemacht, die ich nicht unbedingt fachlich beherrsche. Bitte betrachtet diese kritisch, fragt nach, forscht weiter, korrigiert mich!

Letzte 'die Welt verstehen'-Artikel
  • Die Dimensionen unseres Kiezes im Weltall

    11. Februar 2019

    Sonne, Mond und Sterne, wie groß seid ? CC-BY-4.0 Renaud Cayla 2019

    Es ist für das menschliche Gehirn schier unmöglich, sich die ungeheueren Dimensionen des Universums vorzustellen. Dadurch, dass schon Lichtjahre völlig abstrakte Distanzen darstellen, versuchen wir nicht mal uns auszumahlen, wie nah oder weit Mond, Sonne und Sterne sind. Doch wir können es. Der Mond ist eine Zitrone, die Sonne ein Planetarium Lassen wir uns Modelle bauen, also ...

  • Manche verflixte(n) deutsche(n) Pronomen…

    23. Januar 2019

    Photo by Thought Catalog on Unsplash

    … übernehmen die Markierung des Falls (Nominativ- und Akkusativ-Plural „-e„) und lassen also das Adjektiv den Plural-Platzhalter „-n“ tragen… Die schönen Sachen, die wir machen Alle schönen Sachen, die wir machen Welche schönen Sachen, die wir machen Diejenigen schönen Sachen, die wir machen Dieselben schönen Sachen, die wir machen Irgendwelche schönen Sachen, die wir machen Meine schönen Sachen, die wir machen Jene schönen ...

  • Mein unsichtbarer Energieverbrauch im Internet (in kWh/Mb)

    18. Januar 2019

    Wieviel Energie verbraucht mein Surfen? CC-BY-SA Renaud Cayla 2019

    Wie viel Energie verbraucht das Web, wenn ich surfe, maile, ein Video anschaue? Solide Informationen über den Stromaufwand von online-Aktivitäten sind kaum zu finden. Doch der durch unsere tagtägliche Up- und Downloads verursachte Energieaufwand ist theoretisch berechenbar. Ich versuche hier ein allgemeines Wh/Mb-Verhätnis zu ermitteln. Ohne Gewähr. Eine Stunde 60 Watt für eine Mail? Auf dem Blog ...

  • Die Bank.

    5. Januar 2019

    CC-BY-2.0 Sam Leighton, "BANKER"

    Unsere Wirtschaft ist nicht so komplex, wie es scheint, erzählt uns Yuval Noah Harari in Eine Kurze Geschichte der Menschheit, Pantheon 2015, S. 375 (Kapitel 16, „Die Religion des Kapitalismus“). Ein Maurer zahlt 1000 Euro auf sein Konto ein. Der Banker gibt diese 1000 Euro der Bäckerin, die das Geld für den Ausbau der Bäckerei braucht. ...

Cornfakes

Meine Cornfakes sind knusprige, post-faktische Fantasien, Bullshit-Erzählungen, die ich mir erlauben will. Meine Träume und Ängsten spiegeln sich dort wider. Es ist ein wenig experimentell und ich weiss nicht, ob diese redaktionnelle Linie konsequent gehalten wird…

Letzte Cornfakes
  • Algorithmus knackt Passwort zu 99,7% in 5 Sekunden

    18. Januar 2019

    cracking password illustration / CC-Renaud Cayla-SA 4.0, 2019 (thx https://www.zygomatic.nl/ for the wordcloud)

    Im Juni 2018 erklärten sich 2394 englischsprachigen Proband·innen weltweit damit einverstanden, dass ihre Daten (E-Mails, Konten, Telefondaten, Social Media, Browserverlauf, iTunes, Amazon, Spielplattformen usw.) in Echtzeit sowie über die letzten 15 Jahre vertraulich verarbeitet und analysiert werden dürfen. Das tatsächliche Forschungsfeld vom KI-Projekt des privaten PsyTecLab Institute in San Francisco, MeDiAI 2025 Program, blieb bis ...

Ausserdem…

Deutsch-Französischer Blog

Ich versuche die Zweisprachigkeit dieses Blogs konsequent durchzuziehen. Ich stelle dabei mein Deutsch auf die Probe und schreibe (bis jetzt) oft direkt in dieser analytischen, präzisen Sprache. Es macht Spaß. Gelegentlich lasse ich von meinem vertrauten Native-Speaker-Umfeld Rechtschreibfehler korrigieren – nicht immer: Kleine sprachige Mängel nehme ich einfach in Kauf.

WordPress

Einen weiteren sehr pragmatischen und beruflichen Zweck hat auch dieser Blog. Mich interessieren die verschiedenen technischen Möglichkeiten vom weltweiten populärsten Open source CMS WordPress, wenn dieses in einer minimalistischen und nachhaltigen Perspektive eingesetzt wird1. Vielleicht inspiriert diese Site in ihrer Struktur und ihrem Design potenzielle oder schon aktive Blogger, die ich im Rahmen meines Berufs als Berater, Webdesigner und -master unterstützen kann.

(„Ethische“) Regeln

Kommentare sind herzlich willkommen. Diese braucht ihr nicht zu signieren. Ihr könnt euch nach der Freigabe eines ersten korrekten (!) Kommentars und wenn das System euch anhand einer hinterlegten (richtigen oder gefakten) Identität gemerkt hat, beliebig Artikel und Seiten kommentieren.

Der Verzicht auf sämtliche Google-Dienste gehört zu den Regeln, die ich mir festgeschrieben habe2. Dass diese Website über keine Analysen-Tool verfügt und sich auf ein Minimum an referenzierungshelfende Elemente begrenzt, ist also bewusst. Damit möchte ich mich von irgendeinem redaktionellen SEO-Zwang lösen3.

Zum Schluss weise ich darauf hin, dass ich alle Texte, Bilder und weiteren möglichen Medien, für die ich urheberrechtlich verantwortlich bin, mit der Creative Common 4.0-Lizenz versehe.

Und noch ein kleiner Appell: Nutzt Firefox als Browser, stellt es so ein, dass ihr nicht systematisch getrackt werdet. Nutzt Thunderbird als Mailprogramm und eine Mail-Adresse mit einem vertraulichen Domainnamen (@gmail und co.). Vielleicht könnt ihr auf Microsoft und Windows verzichten? Ubuntu ist leicht zu installieren und zu bedienen, und die Welt der Freien Software ist sehr konkurrenzfähig (Libre Office). Damit spart ihr auch Unmenge Strom…

  1. Ich nutze hier das Out-of-the-box-Theme „Twenty Sixteen“ (Vorlagen- und Script-Sammlung, die die EntwicklerInnen von WordPress mitliefern), möchte die Anzahl von Plugins auf das Nötigste begrenzen und vermeide impressionistischen Javascript-Schnick-Schnack.
  2. Leider sind oft eingeladene Inhalte direkt aus dem Google-Portfolio (z.B. Youtube-Videos) oder sie rufen Big-Brother-Skripte auf.
  3. Ich erwarte kein Super-Ranking der Seiten dieses Blogs und falls ihr hier (durch mich erlaubte wenn berechtigte) Werbung implementieren wollt, erwartet bitte auch keinen richtigen Sprung in Auflistungen von Ergebnissen durch die Verlinkung eurer Websites :-)