Das Kichern von Alexandre Benalla

26 Jahre, geschickt durch die Tür des Sicherheits-Business im engsten Kreis von Macron 2017 gelandet. Lässt sich im Élysée als unklarer Berater anstellen und parallel von dubiosen Russland-Familien bestechen. Trägt jahrelang Waffen ohne Erlaubnis. Lässt sich als Straßen-Rambo in Polizeiuniform am 1. Mai 2018 per Video aufnehmen. Die Affäre kommt im Juli 2018 raus. Erwischt, trifft er (trotz klarem Verbot) seinen Bullen-Sicherheitsgeschäft-Kumpel am 23. Juli. Das Gespräch wird aufgenommen und im Januar 2019 sogar publik. Im Sommer und Herbst ist er noch 20 Mal mit diplomatischen Pässen… Keiner weiß warum. Letzten Donnerstag schläft er (endlich mal) im Gefängnis.


90er hier, 90er da…

Wunderbare Filme. T2 Trainspotting und Birdman habe ich mit ein paar Jahren Verspätung auf shame-on-me-Netflix gesehen. In beiden Filmen spielen die 90er Jahre eine zentrale Rolle, als eine Art filminterner Vergangenheit. In dem Einen ist die Vergangenheit reflektiv-autobiographisch: Der Ex-Superheld-Schauspieler spielt den Ex-Superheld-Schauspieler – d.h. die reale Geschichte für Michael Keaton. Die andere Vergangenheit ist fiktiv-filmographischer Art: Die Geschichte der Junkie-Klicke mit „echten“ 20-Jahren alten Szenen, die in uns, mit unserer Biographie, wie pure reale Souvenirs resonieren… (ich sollte nicht solche blöde Wörter benutzen, die nur Jan-Klaas verstehen kann).