Für eine deutsche Kollapsologie

Im französischsprachigen Raum blüht die Collapsologie. Die „fächerübergreifende Forschung über den Zusammenbruch der thermo-industriellen Zivilisation“ bleibt im deutschsprachigen Raum verkannt. Die Akzeptanz des Untergangs eröffnet Perspektiven zwischen Hollywood-Dystopie und Techno-Utopie.

“Wie alles zusammenbrechen kann — kleines Collapsologie-Handbuch für gegenwärtige Generationen”, so lautet das Referenzbuch1, ein unauffälliges Softcover, das sich 45.000 Mal verkaufte 2. Der ausführlich dokumentierte Text formuliert aus, was sensibilisierte LeserInnen und erstaunlich zahlreiche WissenschaftlerInnen „ahnten“. Mich hat das Buch im Sommer 2015 entsetzt und begeistert. Es wurde nicht auf Deutsch übersetzt und seine Thesen finden bis jetzt in der deutschsprachigen Denker-Szene kaum Resonanz.

Effondrement 2015.
Es geht um das bevorstehende Verschwinden unserer Zivilisation.

Es war vor vier Jahren ‒ noch vor dem Pariser Abkommen, vor dem Brexit und Trump, eine gefühlte Ewigkeit her! Das Buch zeigte dramatische, unwahrscheinlich änderbare und sich gegenseitig verstärkende Entwicklungen in der Finanzwelt, im Energiebereich, in der Biodiversität, im Klima, in der Landwirtschaft… Die Autoren validieren die Thesen vom Club of Rome (Die Grenzen des Wachstums), legen die Greifbarkeit vom Ende unserer Welt dar und brechen damit ein Tabu in der öffentlichen Debatte.

Dabei offenbaren Servigne und Stevens die Gefühle, die sie bei den Schlussfolgerungen ihrer Recherchen empfanden und erkennen in ihren skeptischen, wütenden, ängstlichen, deprimierten Zuständen das in der Psychologie bekannte Muster der Trauerphasen.

Weiterhin befürworten die Autoren die Transition-Town-Bewegung von Rob Hopkins, empfehlen die Suffizienz und die Verstärkung von (lokalen) Solidaritätsnetzwerken als beste Vorbereitung für eine so wenig schlimme wie mögliche Zukunft ‒ unter dem Motto: Pflegt eure Resilienz.

Collapsloboom 2018

Inzwischen ist in Paris, Brüssel, Genf und Montreal das Effondrement (Kollaps), der Grundbegriff der Kollapsologie, ein einvernehmliches Konzept geworden — selbst wenn man sich von der mode collapsologue distanzieren will3. Der ehemalige Umweltminister (1997-2002) Yves Cochet, Vorreiter der Kollapsologie, schlug 2011 eine Definition vom Effondrement vor, als:

Prozess am Ende dessen, die Grundbedürfnisse von der Mehrheit der Bevölkerung (Wasser, Nahrung, Wohnen, Kleidung, Energie etc.) nicht mehr durch im gesetzlichen Rahmen agierende Dienstleistung erfüllt werden können.

Y. Cochet, „L’effondrement, catabolique ou catastrophique ?“, Institut Momentum, 27 mai 2011

So hat der Kollaps 2018 in den Mainstream-Medien sowie im politisch korrekten, umweltfreundlichen Diskurs einen kleinen Platz gefunden. Organisationen wie der Thinktank Institut Momentum und der Verein Comité Adrastia, die ihre Arbeit der Thematik komplett widmen, werden sichtbarer, Video-Kanäle wie Next und Thinkerview, Podcasts wie Présages und Sismiques, Webzeitschriften wie Usbek et Rica haben den Kollaps stark im Fokus und tragen zur Popularisierung der Thematik bei.

Durch Artikel und Interviews taucht die Figur des Kollapsologen auf4. Unter 50, AkademikerIn, ggf. in elitären Ingenieurschulen ausgebildet, SpezialistIn für ein technisches oder wissenschaftliches Gebiet, im Non-Profit aktiv, Parteipolitik widerstrebend. Seine/ihre Argumentation beruht sich auf Analysen von Noam Chomsky, Edgar Morin, Jacques Ellul und Bruno Latour. Kollapsologen bekommen die Unterstützung von Wissenschaftlern internationaler Größe wie Jacques Blamont und Jean Jouzel. Die Szene fürchte sich vor Gurus doch wächst ständig, so dass die liberale Zeitschrift Obs im November 2018 fragt “Alle Kollapsologen? Warum Denker des Zusammenbruchs Hochkonjunktur haben” (Abonnement erforderlich).

Collapsologie, eine „multiwissenschaftliche“ Herangehensweise

Die von Jared Diamond’s Buch, Kollaps inspirierte Wortschöpfung collapsologie impliziert, dass Brücken zwischen Sozialwissenschaften, Umweltforschung, Biologie, Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft und Physik geschlagen werden. Servigne und Stevens gingen mit gutem Beispiel voran und zeigten parallele Entwicklungen und gleichzeitig kommende Krisenmomente. Gegenübergestellte wissenschaftliche Erkenntnisse bringen die innewohnende Anfälligkeit unserer hochkomplexen, verzahnten und energiesüchtigen globalen Welt ins volle Licht. Sie weisen auf die bevorstehende Gefahr von einem societal collaps hin, den der Wissenschaftler nur aber stark ahnen kann, der sich mit großer intuitiver Sicherheit nicht vermeiden lässt und der zur antizipierenden Handlung auffordert.

Technizistische, falsche Hoffnungsträger

Was den menschlichen Handlungsspielraum angeht, steht das kollapsologische Milieu den technologiebasierten „Lösungsansätzen“ mit enormer Skepsis gegenüber. Kollapsologen erkennen in der Gentechnik, den erneubaren Energien, den Transhumanismus, KI etc. technologische “Nicht-Antworten” an Probleme mit eben tiefen technologischen Wurzeln und weisen auf das „Vergessen der Menschen“ hinter der Innovation hin. Futuristische, „rifkinsche Vorstellungen“ à la Elon Musk stellen den überheblichen Versuch dar, die Knappheit der Ressourcen, die Gesetze der Thermodynamik und der Evolution, sowie Rebound-Effekte zu ignorieren oder herauszufordern: Eine Zeit- und Geldverschwendung. Das Misstrauen gegen heutige technologische Antworten ist dadurch besonders bemerkenswert, dass DenkerInnen des Zusammenbruchs eben einen naturwissenschaftlichen oder technischen kulturellen Background aufweisen5.

Legitime Intuition, berechtigte Antizipation

Mehr als ein “Moment” à la Hollywood ist der Zusammenbruch als vielseitiger, nichtlinearer, geografisch differenzierter, doch rapider Vereinfachungsprozess der Biosphäre, der Energieflüsse und der gesellschaftlichen Strukturen zu verstehen, sowie ‒ und das ist eine zentrale Dimension der Kollapsologie ‒ zu antizipieren. Damit erlaubt sich diese “Wissenschaft” persönliche, nicht rein wissenschaftliche, gewissenhafte “Wissenschaftler-Prognosen”.

Laut Wortschöpfern selbst ist das Wort „collapsologie“ quasi als Witz gemeint und bewusst ein wenig provokativ lanciert worden. Kollapsologen fordern bis jetzt keine akademische Institutionalisierung, noch keine Gründung von Fachbereichen an Universitäten. Nicht desto trotz versteht sich die Kollapsologie als Wissenschaftlerbewegung und signalisiert die neue, verantwortungsvolle Fokussierung der wissenschaftlichen Gemeinschaft auf eine Welt jenseits des Konsumismus, des Energieüberflusses, der Ausbeutung von Ressourcen, Menschen und weiteren Lebewesen. Die Kollapsologie bezeichnet also eine Art „Gewissenschaft“ des Wissenschaftlers.

Von der Depression bis zur Science-Fiction

In diesem disruptiven Kontext ist die kollapsologische Intension, WissenschaftlerInnen und BürgerInnen nicht im Stich, mit “kalten Zahlen” allein und machtlos zu lassen. Wer sich mit (selbst)mörderischen Entwicklungen auseinandersetzt, wird mit objektiv begreifbaren, doch subjektiv inakzeptablen logischen Folgen konfrontiert. Die Kollapsologie versteht sich also auch als „warme“ Wissenschaft, die „Intuition“ erlaubt und an „Emotionen und Ethik” appelliert:

Die Kollapsologie ist keine neutrale, von ihrem Objekt distanzierte Wissenschaft. “Kollapsologen” sind unmittelbar von ihrem Forschungsgegenstand betroffen. Sie können nicht neutral bleiben. Sie dürfen nicht neutral bleiben!

P. Servigne und R. Stevens, Comment tout peut s’effondrer, Seuil, 2015, S. 22 (freie Übersetzung)

Zugegeben wird von den Autoren, dass über das Verschwinden unserer Zivilisation in den nächsten Jahrzehnten zu reden hoch sensibel, ja „toxisch“ ist. Die Erkenntnis geht tief und schmerzhaft unter die Haut und verursacht bei vielen “einen Schock, der Träume schlagartig zerstört”.

Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenbruchs anzunehmen heißt, zu akzeptieren, dass eine uns am Herzen liegende und (so irrationale wie auch immer) beruhigende Zukunft stirbt. Was für eine Entäußerung!

ebd., S. 23 (frei übersetzt)

Also öffnet sich die Kollapsologie unmittelbar für die Psychologie, die Philosophie, die Kunst und die Literatur, die den Menschen dazu helfen müssen, eine besonders akute, existenzielle Krise zu überwinden und stellt die Entfaltung eines neuen Imaginaire, die Erfindung einer neuen Zukunft, als zentrales Anliegen. In diesem Sinne heißt das neue Buch der Väter der Kollapsologie “Ein anderes Ende der Welt ist möglich – Den Zusammenbruch erleben (und nicht nur überleben)”6. Es geht jetzt um die „Kollapsosophie“ und um uns, “Kollapsonauten”. Die Themen sind Low-Tech, symbiotische Wirtschaft, Komplexitätsforschung, post-normale Wissenschaft, und vor aller Dingen der Aufbau von einem neuen Wertesystem, in dem die Naturkunde als kulturelles Fundament fungiert – jenseits der Back-to-the-roots-Klischees und der gescheiterten politischen Ökologie.

Im Grunde geht es dem Kollapsologen nicht so sehr um das Engagement — im Sinne des persönlichen und kollektiven Einsatzes für eine Sache, an die man glaubt. Es geht um die persönliche und kollektive, würdige Verinnerlichung und Vergegenwärtigung eines Vereinfachungsprozesses, den man vorausschaut. Dieser Prozess soll jetzt, heute schon, unsere Vorstellungskraft und unsere Anpassungsfähigkeiten herausfordern. Die Wahl steht nicht zwischen Pessimismus oder Optimismus (das sind Charaktereigenschaften – es gibt viele optimistische Kollapsologen), und vielleicht nicht mal zwischen passiv oder aktiv sein. Die Wahl, die wir momentan haben, lautet: Die Perspektive des Zusammenbruchs entweder zu verleugnen bzw. zu verdrängen oder zu akzeptieren. Es geht wenig darum, für „Lösungen“ zu werben, die es nicht gibt. Relevant ist aber, dass jeder Mechanismus unserer Zivilisation durch die Brille des Bewusstseins vom wahrscheinlichen, kommenden Kollaps gezogen wird. Die Existenz von sämtlichen Funktionsweisen und jedes Verhältnis zum Materiellen in unserem individuellen und kollektiven menschlichen Dasein soll im vorhersehbaren Kontext von vereinfachten gesellschaftlichen Strukturen und vom allgemeinen Versagen unserer Infrastrukturen reflektiert und eventuell in Frage gestellt werden.

Für die Kollapsologen, gibt es enorm viel umzudenken, zu berechnen, zu erfinden, zu versuchen, zu konzipieren: Eine Menge zu tun, um die Welt nach dem Kollaps vorzubereiten. Und in diesem Tun befindet sich selbstverständlich jeder Kollapsologe, der dabei „Freude“ im nobelsten Sinne des Wortes findet, hier und jetzt.

Den Kollaps beim Namen nennen

„Wir in Deutschland hinken im Zukunftdenken so sehr hinterher!” (Nous sommes tellement en retard en Allemagne dans notre façon de penser l’avenir !) schrieb mir vor kurzem die Übersetzerin Ilse Arnauld des Lions, die seit 2016 versucht, Verlagshäuser für eine deutsche Fassung von Comment tout peut s’effondrer zu interessieren: Eine entsetzliche Erkenntnis in Bezug auf die Pionier-Nation in Sachen politische Ökologie, erneuerbare Energien und konsequente Mülltrennung.

Eigentlich war es für Servigne und Stevens 2012-14 auch nicht simpel, einen Verleger im gelangweilten Hollande-Frankreich zu finden. Die unerwartet langatmige Resonanz des Buchs zeigt aber im Nachhinein, wie groß und leer der Vorstellungsspielraum zwischen apokalyptischen Visionen und wachstumsorientierter Zukunftsforschung ist. Mit anderen Worten: Was wir wissen, können wir vielleicht nur mithilfe eines entsprechenden, allgemein verständlichen, ja eindeutigen Vokabulars denken7. Der Zusammenbruch taucht nicht als abstraktes Konzept in der Kollapsologie auf, das nur im akademischen Diskurs Platz hätte, sondern als vom Otto Normalbürger klar verständlicher und nutzbarer Begriff. Im französischsprechenden Raum verdankt man der Kollapsologen, dass eine radikal andere Zukunft in Perspektive gesetzt wird und dass die notwendig radikale Transformation der Individuen und der Gesellschaft ideologisch neutral denkbar wird.

Untergangskunde made in Germany?

Ob „Zusammenbruch“, „Kollaps“, „Untergang“… den kommenden Prozess beim Namen zu nennen, würde vermutlich auch in Deutschland Raum für Diskussion schaffen, indem die kommende Umwälzung der Welt angemessen thematisiert und gegenwärtig verarbeitet wird. Das Beispiel Frankreich und co. zeigt, dass die Verbalisierung vom “Zusammenbruch” und dessen Konzeptualisierung durch die “Kollapsologie” für viele Menschen erlösend war. Der Untergang kommt in die öffentliche Debatte, als notwendiger Meilenstein, nicht nur auf dem Weg zu einer extrem herausfordernden Welt, mit drastisch reduzierten Ressourcen und potenziell enormer Gewalt aus Egoismus, Ungerechtigkeit, Angst und Ignoranz, sondern auch in der Perspektive einer kollabierten Welt, die eine Renaissance erleben wird.

Als in Deutschland lebender europäischer Bürger sehne ich mich irgendwie nach einer deutschen Kollapsologie, als Suche nach einer würdigen Haltung im Falle eines societal collapse und eine Vision der Welt nach einem Zusammenbruch. Was ist der Plan, wenn wir nicht mehr korrekt versorgt werden? Wie sehen wir unsere Existenz in einer wissenschaftlich prognostizierten, radikalen Notsituation? Wie hoch ist unsere Bereitschaft zum radikalen Umdenken? Welchen Komfort, welche Freiheit wollen wir partout behalten? Im Kopf von jedem umweltbewussten Bürger und jeder umweltbewussten Bürgerin schweben solche Fragen gewiss. Im heutigen, deutschen, krisenverschonten Kontext stellen sie sich doch noch nicht wirklich ernst. Mit dem Bewusstsein und der Akzeptanz eines kommenden Zusammenbruchs verwandeln sich diese Fragen in grundsätzliche Dilemmata, die den Alarmrufen eines Joachim Schellnhubers, der Postwachstumsforschung von einem Niko Paech, den Sorgen eines Gerald Hüthers neue Dimensionen verleihen würden. Die kollapsologische Perspektive ruft alle klugen, offenen und humanistischen Köpfen dazu auf, die Welt nach dem Untergang zu denken.

  1. Pablo Servigne und Raphaël Stevens, Comment tout peut s’effondrer, Reihe Anthropocène, Seuil, 2015.
  2. im November 2018 laut Magazin Obs.
  3. https://www.revue-ballast.fr/pierre-charbonnier-lecologie-cest-reinventer-lidee-de-progres-social/
  4. Vorsicht! Kollapsologen sind wie Hipster: Keiner von denen erkennt sich selbst als solcher! Doch für den radikalen Denker Vincent Mignerot, die Journalistin Agnès Sinai, den Mathematiker und Jesuit Gaël Giraud, den Ingenieur Jean-Marc Jancovici, die Agrarwissenschaftlerin Isabelle Delannoy, den jungen Publizisten Julien Wosnitza, den ehemaligen Polizisten Alexandre Boisson, den Filmemacher Cyril Dion usw. stellt sich die Frage nicht mehr, ob wir das Ende des Kapitalismus, des Konsumismus und des Produktivismus, in denen wir heute leben, erleben werden oder nicht.
  5. s. Philippe Bihouix, L’âge des low tech – Vers une civilisation techniquement soutenable, Seuil, 2014
  6. Une autre fin du monde est possible. Vivre l’effondrement (et pas seulement y survivre), Seuil, 2018
  7. Interessant ist in diesem Bezug das Wort transition (Transformation). Die Transition verabschiedet sich langsam (ähnlich wie auf Deutsch) vom Adjektiv „écologique“ als selbstverständlicher Dimension. Dabei gewinnt der Begriff an Gängigkeit und impliziert eine Transformationsumsetzung auf vielen, bzw. allen privaten wie kollektiven Ebenen: Lebensstil, Organisation, Produktion, Governance etc.

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Johannes Heimrath
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Danke für die interessanten Hinweise! Als Gegengabe ein kleiner ergänzender Hinweis von mir: Johannes Heimrath: „Die Post-Kollaps-Gesellschaft: Wie wir mit viel weniger viel besser leben – und wie wir uns heute schon darauf vorbereiten können“, scorpio Verlag 2012. Ist natürlich schon überholt, weil sich die meisten Dinge verschlimmert haben und die Commonie-Idee sich intensiv weiterentwickelt hat (z.B. Silke Helfrich/David Bollier/Heinrich-Böll-Stiftung (Hg.): „Die Welt der Commons: Muster gemeinsamen Handelns“, transcript 2019). Mein erster Artikel dazu stammt aus dem Frühjahr 2010: https://oya-online.de/article/read/65.html#

Marjo
Gast
Marjo

Merci Renaud, en effet il nous manque carrément l’aspect collapso ici, quel dommage. C’est tellement important de montrer que la résilience locale est aussi une question de sécurité imminente et que le changement doit venir d’en bas… Comment aider à faire connaître les travaux de Pablo Servigne en Allemagne ?